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Jan
23

Polen schielt auf Königsberger Gebiet

Warschau will sich  mittelfristig den nördlichen Teil des alten deutschen Ostpreußens einverleiben.

KönigsbergWarschau, Moskau: Was man eigentlich als einen schlechten Scherz abtun möchte, ist in Wirklichkeit Bestandteil der neuen Hegemonialpolitik des EU-Mitglieds Polen gegenüber Russland. Seit Jahren verfolgt auch die deutsche Bundesregierung mit großer Aufmerksamkeit und Zurückhaltung die polnischen Ambitionen gegenüber Nord-Ostpreußen. Berliner Diplomaten fühlen sich zunehmend  an die Zwischenkriegszeit zurückversetzt.

Polen hatte bereits nach seiner Gründung, vor allem ab 1919, damit begonnen deutsches Staatsgebiet zu annektieren und die autochthone deutsche Bevölkerung zu vernichten. Zwischen 1919 und 1939 wurden knapp 60.000 Deutsche in Polen ermordet, über 1,3 Millionen Deutsche waren bis August 1939 aus Polen überwiegend ins Deutsche Reiche geflohen. Das rein deutsche Danzig und Ostpreußen waren seit 1919 wiederholt im Visier polnischer Annektionsbestrebungen.

Nach dem II. Weltkrieg konnte sich Polen auf Kosten von über 11 Millionen Deutschen (Stichwort: Völkermord, Flucht u. Vertreibung) bis an die Oder und an die westliche Neiße ausdehnen. Auch Danzig und das südliche Ostpreußen gingen an Polen, der nördliche Teil des uralten deutschen Ordensgebietes mit seiner altehrwürdigen Hauptstadt Königsberg (russ. Калининград, bis 1946 russisch Кёнигсберг) wurde von der Sowjetunion einverleibt. Seit 1945 gab es immer wieder polnische Versuche den Status quo zu Ungunsten Russlands zu verändern.

In den 1950er und 1960er Jahren gab es heftige „Gebietsstreitigkeiten“ über den Verlauf der „russisch-polnischen Grenze“ durch Ostpreußen. Im Zug der „Deutschen (Teil-) Einheit“ versuchte Polen recht offensiv die russische Oblast Kaliningrad (2010: 940.000 Einwohner, 15.126 qkm) in seine Interessenssphäre einzubeziehen.

Die Bundesrepublik Deutschland hatte 1990 ein geheimes Angebot Russlands auf Rückgabe Nord-Ostpreußens nicht zuletzt aufgrund wirtschaftlicher (ca. 35 Mrd. Euro) und außenpolitischer Gründe (Polen, Großbritannien) abgelehnt. Seit Mitte der 1990er Jahre versucht nun Warschau mehr oder weniger subtil durch gezielte wirtschaftliche Investitionen im Königsberger Gebiet Fuß zu fassen.

Der von den US-Amerikanern und einigen NATO-Partner geplante Abwehr-/Abhörschirm gegen Russland und dem Iran war nicht zufällig im polnischen Teil Ostpreußens geplant. Das Königsberger Gebiet stellt für die Europäische Union und vor allem für die NATO eine Art „russischer Flugzeugträger“ innerhalb ihrer Einflusssphäre dar.

Quelle: Liste Tirol

4 Kommentare

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  1. ex-oriente-lux sagt:

    Hallo, was ist denn der aktuelle Anlass für Euren Artikel?

    1. admin sagt:

      Der Umstand, daß die LISTE TIROL gerade darüber berichtet hat!

  2. tiger sagt:

    ostpreussen wird immer deutsches gebiet bleiben egal wer es besetzt hält,

  3. Federschlag sagt:

    Ich frage mich:

    Kann Polen sich das überhaupt leisten?

    Sind wir mal ehrlich: Wenn wir das Königsberger Gebiet heute zurückerhalten, wäre das wirtschaftlich betrachtet nicht gerade sonderlich glücklich. Polens Wirtschaft dürfte schlechter als die unsere sein. Oder denkt man: Auf noch ein heruntergewirtschaftetes Gebiet kommt es nun auch nicht mehr an?

    Ich hoffe mal stark, daß das nichts wird. Polen hat kein Recht auf dieses Gebiet! Ich hoffe ja immer noch, daß es mal wieder eine verstärkte deutsche Siedlung im Königsberger Gebiet geben wird. Aber wenn man sieht, daß es in der BRD und BRÖ bereits geburtszahlentechnisch nicht sehr rosig aussieht, wird das wohl eher nichts mehr werden.

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