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Mrz
01
2011

Der Sieger schreibt die Geschichte

“Immer schreibt der Sieger die Geschichte des Besiegten. Dem Erschlagenen entstellt der Schläger die Züge. Aus der Welt geht der Schwächere und zurück bleibt die Lüge.”

Die Nürnberger Prozesse binden unser Volk noch immer - wir sind nicht souverän!

Diese Erkenntnis von Bertold Brecht (1898-1956) gilt auch für das 1945 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges besiegte Deutschland. Die erste Geschichtsschreibung nach dem Krieg wurde unter gesetzlichen Auflagen erarbeitet, die der Forschung Grenzen auferlegten.

Im Überleitungsvertrag von 1954 ist verbindlich festgelegt gewesen (Artikel 7 (1)), daß “Deutsche Gerichte und Behörden [...] alle Urteile und Entscheidungen” aus den Nürnberger Prozessen “in jeder Hinsicht als rechtskräftig und rechtswirksam [...] zu behandeln haben.” Dazu gehörten auch die “Feststellungen” zum Ablauf der Ereignisse, die zum Kriege führten. Sie stehen in den Urteilsbegründungen. Die Urteile konnten nach Maßgabe des Gerichtes auch ohne Beweiserhebung oder gegen die Beweisführung der Verteidigung zustande kommen. Dadurch waren der subjektiven Sicht der Siegermächte Tür und Tor geöffnet und die besiegten Deutschen per Gerichtsbeschluß verpflichtet, diese Sicht zu übernehmen.

Zu den Behörden, die diese “Feststellungen” in jeder Hinsicht als rechtswirksam zu behandeln haben, gehören die Kultusministerien der Bundesländer, die die Aufsicht über den Inhalt der Geschichtsbücher an den Schulen führen.

In den Nürnberger Prozessen wurde demnach per Gerichtsbeschluß festgelegt, was in unseren Geschichtsbüchern stehen darf. Nun könnte man meinen, daß der Überleitungsvertrag von 1954 selbst schon Geschichte ist. Doch 1990 wurde die Bindekraft der Urteile des Nürnberger Prozesses per Vertrag ein weiteres Mal verlängert.

1990 wurde der Überleitungsvertrag durch den Zwei-Plus-Vier-Vertrag abgelöst, und die Siegermächte bestanden darauf, daß der besagte Artikel 7 (1) des Vertrages von 1954 weiterhin Bestand haben sollte. Die Bundesregierung mußte dieses schriftlich zusichern, um die “Erlaubnis” der ehemaligen Siegermächte zur Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland mit der DDR zu erhalten.

Ich schließe wiederum mit einem Zitat:

“Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt; die Wahrheit steht von alleine aufrecht.” (Thomas Jefferson, amerikanischer Präsident von 1801-1809)

Quelle: Nach Gerd Schultze-Rhonhof: 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte

 

 

 

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5 Kommentare

  1. I.R.Gendwer sagt:

    was nützen Lamentationen? Es fehlt der Mann der Stunde, der aufsteht und die Wiedergeburt Deutschlands in die Wege leitet.
    angefangen bei der Haager Landkriegsordnung, dem Versailler Diktat und den Folgen von WK 2 ist Recht zu sprechen und damit das REich in den Grenzen vom 31.7.1914 wieder herzustellen. Ohne Krieg, ohne Rassismus. Einfach mit Logik. Die Polen haben von 1796 – 1919 nicht exisitiert und sind doch wieder erstanden und haben Deutsche Bürger vereinahmt, die heute Polen sind und kein Wort mehr deutsch sprechen.
    Das kann umgekehrt werden. Es wird Zeit, dass der annähernd 100 jährige Krieg gegen Deutschland endet und alle Deutschen, in den Ländern wo sie leben in freier Entscheidung zum Ausdruck bringen können, ob sie in einem Staatenverbund leben wollen. Dem wäre Rechnung zu tragen in bezug auf die einst im Zusammenhang von Deutschen bewohnten Gebiete.
    Die Kraft des Wortes bewegt Menschen. Wenn Deutsche nicht in Einheit beieinander leben können, wieviel weniger die Europäer in einem Verbund!
    Ein einges Europa kann erst erwachsen, wenn es ein einiges Deutsches Volk gibt.

  2. Otto von Bismarck sagt:

    Werte Paukenschlaggemeinde,
    Einigungsvertrag und 2+4 Vertrag sind rechtlich unwirksame Vertraege, weil diese sogenannte Selbstkontrahierungsvertraege darstellen, welche jederzeit angefochten werden koennen.
    Eine Selbstkontrahierung ist immer dann gegeben, wenn auf beiden Seiten der eigentlich unterschiedlichen Vetragsparteien ein und dieselbe Partei sitzt. Im Falle des 2+4 Vertrages waren auf deutscher Seite (2) alle Alliierten stehend, um ihre alleinige Willenserklaeung durchzusetzen. Auf der andere Seite standen sie jedoch auch (4).
    Ein Vertrag verlangt im Rahmen der Vertragsautonomie zudem die Abgabe freier Willenserklaerungen. Willenserklaerungen, die wir als Deutsche fuer die Alllierten abgeben, sind jedoch nur solche als Erfuellungsgehilfe, bzw. Stellvertreter. Dies war im Fall des 2+4 Vertrages so.
    Eine Vertragsfreiheit ist auch nicht gegeben, wenn eine Partei die andere zu einem bestimmten Vertragsschluss noetigt. Wir sollten nicht vergessen, Nato, EU, WU, Aufgabe der DM – das waren alles alliierte Vorgaben die erfuellt werden mussten. Bei einer Ablehnung drohte man uns, vornehmlich durch Frankreich, sogar mit einer militaerischen Intervention.
    Das Besatzungsrecht gilt fort, denn jedes Jahr seit 1990, kontrolliert die russische Armeee ihre Besatzungszone auf Einhaltung des 2+4 Vertrages, weil deren Mandat nicht aufgehoben, sonden nur suspendiert ist. Es werden alle BW-Standorte in der ehemaligen DDR auf die Existenz von Westalliierten durchsucht. Wir haben das auch einmal dokumentiert.
    Das Besatzungsrecht lebt fort und die einzige Moeglichkeit, sich dessen zu entledigen, ist die nationale Befreiung auf Basis der eigenen gesamtdeutschen Verfassung.
    Wir von der DNV kuemmern uns mit allen in unseren Moeglichkeiten liegenden Mitteln darum, dies herbeizufuehren.
    OvB im Monat Mai, wenige Tage, bevor das Deutsche Reich entmachtet endgueltig wurde…

  3. G. Paschedag sagt:

    Hätte der Kampf der Alliierten nur den Nazis gegolten, dann wären die Besatzer schon vor vielen Jahren abgezogen und würden uns nicht länger auf die Tasche liegen. Man braucht ja nur die Geschichte Irlands studieren. Das Land wurde bis zum 19.Jahrhundert von den Briten ausgequetscht wie eine Zitrone. Der Mord an den Iren durch Hunger ist ein grausames Beispiel britischer Besatzungspolitik. Während der sogenannte „Holocaust“ uns immer noch unter die Nase gerieben wird, hört man nichts über den Mord an Millionen Iren in den Jahren nach 1845. Die absichtliche Aushungerung von über 5 Millionen Iren wird vertuscht und als Kartoffel-Hungersnot verharmlost. (Beispiel: Siehe Rheinwiesenlager 1945 – Eisenhower) Tatsächlich hat die britische Armee in Irland durch gezielte Maßnahmen Millionen irischer Bürger systematisch dem Hungertod überantwortet. Von daher verstehe ich nicht, wenn man von einer westlichen „Wertegemeinschaft“ spricht und uns die Alliierten als die „wahren Demokraten“ empfehlen will.

  4. Ferdi sagt:

    Nette Informationen! Ich werde mich damit in Zukunft mehr beschaeftigen! Freue mich auf weitere Beitraege!

  5. Klein sagt:

    Vom Überleitungsvertrag sind noch Teile über den 3.Oktober 1990 hinaus, bis heute für die Bundesrepublik in Kraft. Das haben wir den Volksverrätern zu verdanken, diese haben in der Vereinbarung vom 27/28. September 1990 um eine Weiterbesetzung Deutschlands gebeten.
    (in Namen er Regierung der Bundesrepublik Deutschland folgendes vorzuschlagen:)
    Der überleitungsvertrag galt/gilt für die „Bundesrepublik Deutschland“
    Der sogenannte 2+4 Vertrag gilt für Deutschland.
    http://brandenburg.staat-deutschland.de/wp-content/uploads/2011/03/27-28-sept-90.pdf

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