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Mai
22
2011

FPÖ will Bekenntnis zum Deutschtum in Parteiprogramm aufnehmen

StracheDie FPÖ möchte bei mit ihrem nächsten Parteiprogramm klare Zeichen setzen und zu den Wurzeln des freiheitlichen Milieus zurückkehren. Was einst von Jörg Haider gestrichen wurde, bekommt nun wieder stärkere Widmung: das Bekenntnis zur deutschen Kulturgemeinschaft.

In einem am 14. Mai veröffentlichten Interview mit dem ORF entgegnete Strache auf die Eröffnungsfrage, was dieser denn von Sprüchen wie „Deutsch, einig, treu ohne Scheu“ halte, dass dies „wunderschöne Wahlsprüche“ von Studentenverbindungen seien, die er inhaltlich voll unterstütze, da diese auf die Freiheitsbewegung von 1848 zurückzuführen seien, welche auch erheblich von Wien ausging.

Wir sprechen ja nicht zufällig Deutsch, sondern wir haben ja eine Kultur- und eine Geschichtsentwicklung, die dazu geführt hat, dass wir auch in einem deutschen Sprach- und Kulturraum leben. Und diese historische Selbstverständlichkeit wird bei uns nicht negiert, und dafür geniert man sich auch nicht.

Jeder soll Bekenntnisfreiheit haben,

ob man sich nun zu einem türkischen Volk bekennt, oder zu einem serbischen Volk bekennt oder zu einem deutschen Volk.

Und gerade diese Bekenntnisfreiheit möchte die FPÖ auch in der Zukunft betonen, gerade weil ihrer Meinung nach stets sich zum deutsche Volk bekennenden Österreichern oftmals eine totalitäre und rechtsextreme Gesinnung vorgeworfen wird, was die meisten nicht haben.

Jeder, der sich zur deutschen Kultur- und Sprachgemeinschaft bekennt, sollte das Recht darauf haben, nicht deshalb kriminalisiert zu werden.

Für die FPÖ sei dies kein Nationalismus, sondern ein reines Bekenntnis zur Kultur. Vorwürfe des ORF-Reporters, damit „Deutschtümelei“ zu betreiben konterte Strache mit einer klaren Abgrenzung von rechtsextremen Positionen. Als der Interviewer dann Strache erneut ein qualitätsjournalistisches Totschlagargument lieferte, dass die FPÖ eine gewisse Nähe zu Rechtsextremisten besitze, da sie am 8. Mai den Opfern des 2. Weltkrieges gedenken, wo doch an diesem Tag auch „Rechtsextreme Veranstaltungen abhielten“ bezeichnete Strache es als

Ungeheuerlichkeit, diese permanente, miese und mediale Unterstellung erleben zu müssen, und bin dankbar, dass Sie dies hier auch weiter betreiben, denn dann kann ich in dem Interview auch einmal klarstellen, dass solche Ungeheuerlichkeiten aufs Schärfste zurückzuweisen sind.

Auch Harald Stefan, FPÖ-Nationalratsabgeordneter, betonte vor der Kamera:

Ich bin Wiener, ich bin stolzer Österreicher und ich sehe mich auch als Deutscher.

Strache schärft Profil der FPÖ und trifft sich mit Vertretern der syrischen Opposition

Auch in der internationalen Bühne drängt Strache auf eine stärkere Vermittlerrolle. So empfing er eine Delegation von Vertretern der syrischen Opposition, die seit Monaten Proteste gegen das Baath-Regime des Diktators Baschar al-Assad organisieren. Hier bedarf es einer stärkeren Unterstützung für die Freiheitsbewegungen, da die FPÖ Strache „auf demokratische Werte für die politische Zukunft Syriens“ setze, so eine Pressemitteilung der Partei vom 18. Mai.

Bereits in der Vergangenheit zeigte sich, dass sich die FPÖ nach der Abspaltung und dem damit verbundenen Beinahe-Niedergang nun zu mehr als nur einer poulistischen Ein-Themen-Partei entwickelt. Im Gegensatz zu anderen Rechtsparteien fordert sie zwar die Integration von Muslimen, grenzt sich aber von Islamhass ab und fordert ausdrücklich Respekt für diesen Kulturkreis und eine objektive Auseinandersetzung mit den Themen Einwanderung und Integrationsprobleme.

FPÖ erneut stärkste Kraft in Österreich

Nach einer neuesten Erhebung im Auftrag des Kurier preschte die FPÖ nach den programmatischen Ankündigungen und der außenpolitischen Profilierung erneut auf Platz 1 mit 29%, noch vor den Sozialdemokraten, welche 28% der Wählerstimmen erreichen würden.

Auch das rechtsliberale BZÖ würde mit derzeit 5% den Wiedereinzug in den Nationalrat schaffen. Das freiheitliche Lager käme demnach auf einen gemeinsamen Spitzenwert von 34 Prozent.

Quelle: Junges Deutschland

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4 Kommentare

  1. National sagt:

    Die wissen noch wer sie sind. Andere streiten dagegen wegen ein paar €€€ ihr Deutschtum ab: http://landesverband.bayernpartei.de/2011/die-bundesrepublik-kostet-jedem-bayern-200-euro-pro-monat

    Bei sowas könnt ich Kotzen

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  2. Gungnir sagt:

    Natürlich sind Österreicher unseres Blutes und ethnisch Deutsche und wenn sich die FPÖ unter H.C. Strache dazu bekennt, kann ich das nur begrüßen! Ich kann die Bedenken von DNVP(schade das es diese Partei nicht mehr gibt) nicht teilen, denn diese fremdvölkischen Gruppierungen die er aufgezählt hat, wollen offen ihr eigenes Ding durchziehen und würden sich nicht mal zum Schein zu uns bekennen wollen.

    Mit patriotischem Gruß Gungnir

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  3. Didi sagt:

    Ich würde mal sagen, dass in diesem Artikel angesprochene Interview findet man unter diesem Link http://www.youtube.com/watch?v=wr75T-ro9hY !!!

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  4. DNVP sagt:

    Der Teufel steckt im Detail und das durchschaut nicht jeder sofort.
    Es ist ja ein gewaltiger Unterschied ob man sich zu einer Volksgemeinschaft oder einer Kulturgemeinschaft bekennt.
    Zur Volksgemeinschaft gehört man ganz überwiegend durch Abstammung und Herkunft.
    Aber so wie die FPÖ die Kulturgemeinschaft formuliert, gehört jeder dazu der dies von sich behauptet, egal wo er herkommt und was die Gründe dafür sind, welche nur darin liegen sich hier einzunisten.
    Wenn also 2 Millionen Türken, Jugoslawen und Polen nach Österreich strömen und behaupten sie gehören zur Kulturgemeinschaft, dann sind sie nach der FPÖ-Diktion Deutsche/Österreicher.

    Na ? Klingelts ?

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