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Mai
31
2011

Deutschlandtreffen der Ostpreußen

Ostpreußen in Erfurt – Grigat kontra Westerwelle

P1040004

Ein voller Erfolg war das Deutschlandtreffen der Ostpreußen, welches am letzten Wochenende in Erfurt stattfand. Wir waren dabei und wollen noch ausführlich berichten. Jedoch muß das umfangreiche Bildmaterial noch verarbeitet werden. Darum hier vorab ein erster Bericht:

P1040011Der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Stephan Grigat hatte gerufen und viele, viele tausend waren bei schönstem Sommerwetter in das gastfreundliche Erfurt gekommen. Da waren sie wieder beieinander, Menschen, die im Jahre 1945 ihrer Heimat völkerrechtswidrig beraubt wurden, aber auch nachgeborene Ostpreußen. Die treue zur Heimat ist den Ostpreußen wichtig. Viele haben kein Verständnis für das mangelnde Interesse der Deutschen Politik an den den Anliegen der Vertriebenen.

Scharfe Kritik an der Bundesregierung äußerte auf dem Treffen der Sprecher der Landsmannschaft Ostpreußen, Stephan Grigat. Hintergrund ist die Kranzniederlegung durch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) vor rund einer Woche im Gedenken an die gefallenen Sowjetsoldaten in Königsberg. Für Grigat ist es ein "beschämender Auswuchs", dass dort nicht auch der deutschen Soldaten gedacht worden sei. Bei einigen Mitgliedern der Bundesregierung erscheine Nachhilfeunterricht nötig, sagte er.

Zugleich versicherte er den Teilnehmern des Treffens, die Themen "Entschädigung in angemessener Weise" und Gedenken sowie die Rentenfrage weiter voranzutreiben und die Wahrnehmung der Landsmannschaft zu stärken. Wichtige Aufgabe sei zudem, die Kultur zu wahren und weiterzuentwickeln. "Das Wissen der jüngeren Generation ist erschreckend schwach", sagte er. Grund sei, dass das Thema Vertreibung vielfach totgeschwiegen werde. Er forderte ein Bewusstsein für die "Sonderopferrolle" der Vertriebenen. Sie trügen nicht mehr Schuld am Krieg als andere, hätten aber "mehr als andere gelitten", sagte Grigat.

P1040043Hauptrednerin auf der Großkundgebung am Sonntag war die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV), Erika Steinbach. Diese forderte in ihrer Rede vor rund 2000 Zuhörern einen nationalen Gedenktag zur Erinnerung an die Vertreibung sowie eine Entschädigung deutsche Zwangsarbeiter.

Beides seien Themen, die die nun regierenden Parteien CDU/CSU und FDP in der Vergangenheit gefordert hätten, sagte Erika Steinbach. Mit Blick auf einen nationalen Gedenktag erinnerte sie an einen entsprechenden Beschluss des Bundesrates von 2003. Dieser sei mit der damaligen schwarz-gelben Mehrheit in der Länderkammer getroffen worden. Die rot-grüne Bundesregierung und Bundespräsident Horst Köhler hätten sich dem aber verweigert. Nun aber gebe es eine Regierungskoalition aus Union und FDP, die die damalige Willenserklärung durch Handeln ersetzen müsse.

Beim Thema Entschädigung verwies die CDU-Bundestagsabgeorndete darauf, dass CDU/CSU und FDP dies in Oppositionszeiten gefordert hätten. "Ich werde nicht locker lassen, daran zu erinnern, dass Dinge, die man in der Opposition will, für eine Regierungszeit noch Gültigkeit haben sollten", sagte sie. Mit Blick auf die Einigung im Streit um die Besetzung des Stiftungsrats der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung (SFVV) sagte Steinbach, dass sich der BdV in harten Verhandlungen erfolgreich der Bevormundung aus Teilen der Bundesregierung widersetzt habe. Die Bundesregierung habe keinen Einfluss auf die Besetzung.

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7 Kommentare

  1. Reichling sagt:

    Der Herr Reichskanzler der Exilregierung sucht also Sponsoren, um Ostpreußen wieder von den Russen zurückzubekommen.

    Er wollte ja auch mal nach Königsberg fahren. Das war Anfang Juli 2005 gewesen. Leider hatte das Geld für die Fahrkarte gefehlt. Aber im November des gleichen Jahres hat es ja geklappt. Sagt er. Wie aus seinem Kanzleramt zu erfahren war, war er überhaupt nicht da gewesen. Aber er musste halt bei den Bürgertreffen seine Reichsbürger beruhigen.

    Damals war er nur verblödet. Jetzt ist er auch noch größenwahnsinnig. Bezeichnet sich als Fürst und Königliche Hohheit. Stimmt irgendwie. Er regiert einen Schweinestall auf gemeindefreiem Gebiet in Niedersachsen.

  2. Roggenmuhme sagt:

    Einst sind wir so freudig geritten,
    Hell klang unser Lied übers Feld.
    Einst haben wir Siegreich gestritten,
    Bezwungen die Heere der Welt.

    Kein Feind hat im blutigem Ringen
    Die Lorbeer’n des Sieges gepflückt,
    Wir selber zerbrachen die Klingen,
    Die herrliche Siege geschmückt.

    Nicht starben die Väter, die Brüder
    Vergebens den Heldentod,
    Haltet aus, bald lichtet sich wieder
    Das Dunkel der Schmach und der Not.

    Wir sind in die Heimat gezogen,
    Vertrauend auf ritterlich Wort,
    O Deutschland, wie bist du betrogen,
    Verraten dein Schild und dein Hort.

    Einst wird der Erdball erbeben,
    Erzittern das Menschengeschlecht,
    Wenn die Deutschen sich wieder erheben
    Zum Kampfe für Freiheit und Recht.

    Text und Musik: W. Drath ?

  3. Exilregierung Deutsches Reich sagt:

    Ostpreußen ist ein großes Teil des wiederrechtlichen geraubten Land- Deutschland. Die Exilregierung Deutsches Reich setzt seit seiner rechtlichen Gründung vor 7 Jahren am 08.05.2004 sich total mit allen gebotenen Mitteln verstärkt ein, Ostpreußen als Auftakt zurück zu erhalten. Der Haupt Freiheitskämpfer Fürst Norbert Rudolf Schittke, Prinz zu Romkerhall zum Hauses Hannover und zum Haus Windsor. Reichskanzler der Exilregierung Deutsches Reich und des Deutschen Kaiserreiches hat mit seinen Ministern und einfachen ehrlichen Reichsbürgern schon etliches erreicht in Sache Rückgewinnung. Es fehlt zur rechtlichen Darstellung Schritt 1. nur eine Restsumme von 50 000,-€. Dann 2. etwas Reisegeld für die Delegation zur Ratifizierung. 3. Eine Übertragungssumme für ein Verwaltungsobjektes in Königsberg mit Renovierung welches noch am 08.05.1945 einem Deutschen Reichsbürger in Ostpreußen gehörte und nicht offiziell verkauft wurde. 4. Hiernach werden alle weiteren geraubten Gebiete dem Deutschen Reich welches wir seit dem 01.07.2010.hätten schon sein können, rückgeführt. Der Weg ist bereitet. Es fehlt leider an Sponsoren. Sie haben es in Ihrer Hand. Bitte melden Sie sich. Danke

    1. WELFING sagt:

      Wer ernsthaft glaubt, die Russen würden sich auch nur einen einzigen qmm des nordpreußischen Bodens abschwatzen lassen, muß schon ein gewalttätiger Traumtänzer sein, ist dieses Fleckchen Erde doch der einzige, heute noch der vorzeigbare Ertrag des 2. WKs!
      Angesichts der Tatsache, daß inzwischen überall im Deutschen Volke der Überlebenskampf schlimme Ausmaße erreicht hat, halte ich es für ausgesprochen unanständig, die Treuen und die Gutgläubigen mittels solcher Vorhaben auch noch an zu betteln!
      Das Endzeit-Geschehen steht unmittelbar bevor – nach meiner Einschätzung in rd. 15 Monaten. Dann stürmt die Rote Armee nach Westen, und wir werden versuchen müssen, soviele Deutsche wie möglich in den Sicherungsraum der Alpen-Donau-Festung zu verbringen.
      Aber es ist niemand zu retten, der dann jenseits von Oder und Neiße wohnt!

      WELFING

      1. Mitteldeutscher sagt:

        Nach vorliegenden Insider-Informationen stand Ostpreußen schon unter Gorbatschow in Zuge der Teil-Wiedervereinigung Deutschlands für seinerzeit 70 Mrd. DM zum Kauf (!), wurde aber unter Kohl/Genscher angeblich aus Kostengründen ausgeschlagen, was in Anbetracht heutiger EU-Geldvernichtungsorgien ein wahrer Hohn ist ! Naheliegend dürfte andererseits eine kniefallende “Rücksichtnahme” gegenüber Polen gewesen sein…

        Wenngleich ich @Exilregierung Deutsches Reich noch eher “wohlwollend skeptisch” sehe, so muß ich bei @WELFING schon eine gewisse Panikmache konstatieren ! Russland ist nach heutigem Ermessen mehr denn je von Korruption zerfressen und mit sich selbst beschäftigt. Es ist ein riesiges Land, daß unter diesen Umständen kaum regierbar ist. Was sollte die Russen bewegen, gen Osten zu rennen ???

        Viel naheliegender erscheint mir, vorausgesetzt wir hätten eine deutsche Regierung, die sich ihrem Amtseid verpflichtet fühlte, daß Deutschland den Russen Technologie und Infrastruktur im Tausch gegen besetztes Land anböte, anstatt sich weiter den bankrotten Amis als Schuhputzer anzudienen !
        …aber dazu bedarf es vorher einer Revolution in Deutschland, mit nachfolgender Ausrufung von Souveränität und Neutralität !

  4. Schmid Gustav sagt:

    Frau Steinbach hat meine Zustimmung.
    Diese Thematik ist auch ein Gegenstand meines Buches “Die Fibel der Deutschen”, das noch im Verlauf dieses Jahres auf den Büchermarkt
    kommen wird.
    Das deutsche Volk bedarf der Volks-Selbstbestimmung in der tatsächlichen Demokratie/Volksherrschaft, d.h. das deutsche Volk hat sich von dem ihm überstülpten Dreieinigkeits-Mafia-Überstaat anlässlich der Bundestagswahl 2013
    durch die Geltensmachung seiner Stimmen-Mehrheit ein für allemal zu befreien.
    Das deutsche Volk bedarf keiner Mafia-Parteien und keiner Mafia-Regierungen,
    von denen es seit der Einrichtung des NGO-BRD-Mafia-Herrschaftsgefüges seit 1949 in endloser Fortsetzung ausgebeutet, belogen und betrogen wird.

  5. G. Paschedag sagt:

    Die Forderungen von der Vorsitzenden des BdV Frau Steinbach nach eine Nationalen Gedenktag für die Heimatvertriebenen ist mehr als berechtigt. Nur ob sie diese Forderungen durchsetzen kann, bei einer Regierung die einen außerordentlichen tölpelhaften Außenminister hat, der glaubt, sich überall anbiedern zu müssen, zu Ungunsten Deutschlands das ist eine andere Frage. Vielleicht sollte der BdV seine engen Bindungen an die CDU/CSU überprüfen. Zu Zeiten eines Rainer Barzel und Eugen Gerstenmaier war das richtig. Spätestens bei dem Zwei plus vier Vertrages hätten schon längst die Alarmglocken beim BdV läuten müssen. Überall soll das Völkerrecht in der Welt gelten, so klingt es in hehren Tönen. Nur für die deutschen Vertriebenen nicht? Vielleicht sollte der BdV Wahlpflöcke (ähnlich wie die Gewerkschaften) mit bestimmten Forderungen an die zu wählenden Parteien richten. Nur wer gewillt ist, diesen Forderungen nachzukommen, kann die Stimmen der Mitglieder des BdV erhalten. Falls der BdV in den letzten Jahrzehnten die Zahl seiner Mitglieder halten, oder erhöhen konnte, sollte das möglich sei.

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