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Okt
13
2011

Warnung vor türkischem Imperialismus und extremem Islamismus auf OSZE Konferenz

Rede von Wim Kortenhoeven, holländische Delegation auf der OSZE Konferenz in Dubrovnik am 9. Oktober 2011 (Konferenz über die Sicherheit im Mittelmeergebiet).

Herr Vorsitzender, ich spreche in dieser Versammlung im Auftrag der holländischen Partei für die Freiheit.Kortenhoeven

Während wir hier sprechen, wird der Frieden im Mittelmeer durch den türkischen Imperialismus bedroht, durch die gefährlichen Träume ein türkische Kalifat zu errichten, das im Jahr 1923 angeschafft wurde. Wir werden hier Zeugen des Todes des Kemalismus, der positiven Ideologie die aus der Türkei ein wertvolles, verantwortungsvolles und respektiertes Mitglied der internationalen Gemeinschaft gemacht hat. Aber heute gleitet die Türkei in einen Abgrund des islamischen Extremismus und Autoritarismus. Dies wird innen- wie außenpolitisch sichtbar.

Beispielsweise wird in der Türkei die Redefreiheit in steigendem Maße unterdrückt. Viele Journalisten wurden bereits verhaftet, weil sie ihre Meinung sagten. Der türkische Karikaturist Bahadir Baruter wird angeklagt, weil er sich in einem Cartoon von Allah distanziert hat. Es mag sein, dass er dafür ins Gefängnis gehen muss.

Zypern, ein Mitgliedstaat der Europäischen Union wurde teilweise von der Türkei besetzt, seit der brutalen Invasion im Jahr 1974.

Und heute macht Erdogan aus der Türkei einen Raubtierstaat, einen Schurkenstaat, der sich offensichtlich die Öl- und Gasreserven im östlichen Mittelmeer aneignen will. Reserven, die ihm nicht gehören.

Es werden Drohungen gegen Zypern ausgestoßen. Starke türkische Militärkräfte wurden auf und nahe Zypern stationiert.

Herr Vorsitzender,

die Türkei, ein Mitgliedstaat der NATO verhält sich ebenfalls zunehmend kriegerisch gegenüber dem jüdischen Staat Israel. Drohungen und grundlose Beschuldigungen werden gegen Israel ausgestoßen – immer häufiger. Und Drohungen werden freien Lauf gelassen. Israelische Frachter werden von türkischen Kriegsschiffen bedroht. Die Türkei geht auch gegen das legitime Bedürfnis Israels vor, innerhalb ihrer Wirtschaftszone nach Erdgas zu bohren. Türkische Kriegsschiffe unterstützen die Drohungen gegen die Souveränität Israels. Ein einfacher Fehler in dieser explosiven Situation könnte eine militärische Konfrontation entfachen. Genauso beunruhigend und gefährlich ist die Sympathie der Türkei für die Terrororganisation Hamas und der Versuch der Türkei Israels legitimes Recht die Schiffsrouten nach Gaza zu überwachen, zu untergraben.

Herr Vorsitzender,

Die Situation ist extrem gefährlich.

Die unverantwortlich Politik der Drohungen, Beleidigungen und Provokationen der Türkei, diesem kriegerischen Machogehabe muss unbedingt entgegnet werden. Dies ist klar und es ist eine gegenwärtige Gefahr für den Frieden und die Sicherheit im Mittelmeerraum und sogar darüber hinaus.

Darum fordere ich Sie auf, diese türkische Bedrohung für Frieden und Sicherheit auf die Agenda für die Wintersitzungen der OSZE zu setzen.

Vielen Dank.

Wim Kortenhouven  berichtet über die über die Reaktionen:

Gestern nachmittag hielt ich in Dubrovnik eine Rede auf der OSZE Konferenz über Frieden und Sicherheit im Mittelmeerraum (den Text haben Sie erhalten). Damit habe ich mir keine Freunde gemacht. Aber es musste gesagt werden. Denn es wurde mit keinem Wort auf die türkischen Aggressionen eingegangen. Und das ist absurd wenn man bedenkt, dass die OSZE sich mit Frieden und Sicherheit in Europa beschäftigt.

Alle Delegierten waren mit dem sogenannten arabischen Frühling beschäftigt und/oder Israel zu schikanieren. Ich war der einzige, der die türkischen Aggressionen ansprach.

Und die Türken antworteten mit niederträchtigen Anschuldigungen gegen mich (ich hätte eine ‘Gegen den Frieden gerichtete Deklaration’ abgegeben) und mit einer boshaften Attacke gegen Israel: Dass sie Unschuldigen auf dem Flottillen Schiff letztes Jahr geradewegs in den Kopf und in den Rücken geschossen hätten.

Als ich sprach war es totenstill und ich bekam keinen Applaus. Und der Saal versank in einer Welle der Ablehnung nachdem ich geendet hatte. Und sogar meine holländischen Kollegen (von der regierenden Christlich Demokratischen Partei) distanzierten sich von mir – öffentlich, in einer ziemlich harschen Stellungnahme. Die Welt befindet sich in einem Zustand der Verleugnung.

Mit den besten Wünschen,
Wim Kortenoeven,
MP, Partei für die Freiheit
Niederlande

Quelle: EUROPENEWS 

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2 Kommentare

  1. Gungnir sagt:

    Natürlich sind die türkischen Machtspiele eine ernste Gefahr, aber ansonsten ist die Wahl zwischen Islamismus und Zionismus, gleichzusetzen mit der zwischen Cholera und Pest! Ich will ein freier Deutscher sein, aber niemals ein Dhimmi oder ein Gojim!

    Mit patriotischem Gruß Gungnir

  2. Eso-Vergelter sagt:

    Der niederländische Rechtspopulist hat recht. Die Türkei ist eine Gefahr für Vorderasien und Europa. Im Übrigen ist es gut, dass die PKK sich gegen die türkische Armee durchsetzen wird.

    P. S.: Der nächste große Terroranschlag außerhalb Afrikas und Vorderasiens ereignet sich wahrscheinlich in Südwest-Indien. Und der nächste RECHTE Terroranschlag ereignet sich wahrscheinlich in London oder Leeds bzw. Umgebung.

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