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Nov
23
2011

"Deutschland hat der Euro-Zone den Krieg erklärt"

Der Ton aus Großbritannien wird schärfer: Erstmals schreibt eine renommierte Zeitung vom "Krieg", mit dem Deutschland wieder andere Völker unterwerfen wolle.

Die konservative Zeitung „The Times“ hat im Zusammenhang mit der Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals das Wort „Krieg“ ins Spiel gebracht. Kaletsky„Deutschland hat der Euro-Zone den Krieg erklärt“, lautet die Überschrift eines halbseitigen Kommentars in der „Times.“

„Wenn (Carl von) Clausewitz Recht hat, dass „Krieg die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln“ ist, dann ist Deutschland wieder im Krieg mit Europa“, schrieb der renommierte „Times“-Kommentator Anatole Kaletsky in der Mittwochausgabe der Zeitung.

Deutschland will die "Unterwerfung fremder Völker"

Deutschland versuche, in Europa die für einen Krieg charakteristischen Ziele zu erreichen – eine neue Ziehung internationaler Grenzen und die „Unterwerfung fremder Völker“, schreibt Kaletsky

„Ist es etwa möglich, dass Deutschland den Euro gar nicht retten, sondern ihn in Wirklichkeit platzen lassen will?“, fragt der Kommentator.  Quelle: WELT

Nun aber einige Fakten:

Die Verträge von Maastricht, die zur Einführung des Euro 1991 ausgehandelt und 1993 ratifiziert wurden, waren nach Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker "nichts anderes als der Preis für die Wiedervereinigung" (Die Woche, 19.9.1997).

Brigitte Sauzay, damals Dolmetscherin des französischen Präsidenten Mitterand, wird in ihren Memoiren noch deutlicher: Ihr Chef habe seine Zustimmung zur Wiedervereinigung "nur um den Preis gegeben, dass der deutsche Kanzler (Helmut Kohl) die Mark dem Euro opfere" (Spiegel-Special Nr. 2/1998). Die deutsche Mark war damals in Europa längst zur "Ankerwährung" geworden, an deren (relativer) Stabilität sich die anderen Mitglieder einschließlich Frankreich orientieren mussten, wollten sie nicht in der Konkurrenz der Währungen hoffnungslos ins Hintertreffen geraten. Die dafür ab und an notwendigen Abwertungen ihrer Währung gegenüber der D-Mark empfanden die Franzosen aus Prestigegründen als Zumutung.

Außerdem fürchtete Frankreich eine Neuorientierung des durch die Wiedervereinigung wieder erstarkten Deutschland, das nach ihrer Meinung die europäische Union "zu einer großen, von der D-Mark beherrschten Freihandelszone von Brest bis Brest-Litowsk" hätte machen können (FAZ, 1.6.1996). Kohl seinerseits befürwortete die Währungsunion, weil er offenbar nicht nur als "Kanzler der deutschen Einheit", sondern auch als "Einiger Europas" in die Geschichtsbücher eingehen möchte.

Inzwischen ist Deutschland der Zahlmeister der EU. So zahlt Deutschland etwa viermal soviel wie Großbritannien. Aber das ist unseren Europäischen Freunden noch lange nicht genug:

EU-Zahler und Empfänger 

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1 Kommentar

  1. Geste sagt:

    Aufgrund seiner minimalen Souveränität ist Deutschland ein ungleicher Staat unter gleichen Staaten! Staaten, die Aufgrund Ihrer Souveränität sich hoch verschulden, sollten auch souverän genug sein, selbst für Ihre Schulden aufzukommen! Ansonsten wenn diese Staaten gezwungen werden ihre fiskalische Oberhoheit an fremde Länder abzugeben, entmündigt man diese Staaten! Diejenigen Länder, die die fiskalische Oberhoheit der verschuldeten Länder an sich ziehen, (Frau Merkel schadet hier Deutschland) werden bei diesen Staaten verhaßt werden! Man kann den Euro erhalten, aber nur als europäische Leitwährung! D.h. alle europäischen Staaten erhalten ihre vorherige Währung und die Oberhoheit darüber zurück. Dann kann jedes Land entsprechend seiner Leistungskraft den Wert des Euro darstellen. Verliert die Wirtschaft eines Staates an Leistungskraft, dann wird der Euro diesem Lande entsprechend teurer. Deutschland erwache!

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