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Jul 21 2012

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Tumulte bei Prozess gegen deutsch-libanesischen Familienclan

tumult[4](unzensiert)Vor zwei Jahren habe er „Das Ende der Geduld“ der mysteriös ums Leben gekommenen Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig gelesen, leitete der Vorsitzende Richter Ulrich Pohl am Mittwoch seine Urteilsbegründung am Landesgericht Hildesheim (Niedersachsen) ein. Er habe die Schilderungen über kriminelle ausländische Familienclans damals durchaus für übertrieben gehalten, „in Berlin vielleicht, in Hildesheim sicher nicht“, so Pohl. Nun aber sei er eines Besseren belehrt worden. Dass es in der Gegend eine libanesische Großfamilie gebe, die „Angst und Schrecken“ verbreite, in einer Parallelwelt lebe und die Regeln des Rechtsstaats nicht akzeptiere. In seiner gut 37-jährigen Karriere als Richter sei er noch nie so oft von eingeschüchterten Zeugen kontaktiert worden, die nicht vor Gericht erscheinen wollten.

Dieser Fall wurde verhandelt: Der libanesische Angeklagte Mohamad O. (38) soll am späten Abend des Neujahrstages mit einem seitdem untergetauchten Komplizen in Sarstedt den Syrer Abdelkader D. (38) vor einer roten Ampel erschossen haben, weil dieser ein Verhältnis mit seiner Frau hatte. Obwohl es laut Hannoversche Allgemeine kein Geständnis, keinen Augenzeugen und keinen Beweis gab, sah es das Schwurgericht nach 14 Prozesstagen als erwiesen an, dass der 38-Jährige und sein Komplize den Liebhaber seiner Frau mit mehreren Schüssen getötet hatten. Den beiden ging es um die Wiederherstellung der „Familienehre“. „Das war eine absolut brutale, widerliche Exekution“, sagte Pohl in seinem Plädoyer. Mohamad O. wurde wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Entgegen dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf besondere Schwere der Schuld soll jedoch nach 15 Jahren Haft entschieden werden, ob der Rest der Strafe auf Bewährung ausgesetzt werden kann. Das Opfer hatte den Täter und seine Familie nämlich „erheblich provoziert“.

Zwischenrufe und Drohungen

Bereits während der Urteilsbegründung kam es zu etlichen Zwischenrufen von Angehörigen des Angeklagten, wonach dieser unschuldig sei. Zum Ende hin eskalierte die Situation im Gerichtssaal dann vollends. Familienmitglieder erhoben sich wie in einer Kettenreaktion von ihren Plätzen, bewarfen Richter und Staatsanwalt mit Möbeln, schimpften lautstark und drohten ihnen Besuch des noch flüchtigen zweiten Todesschützen an. Die Hannoversche berichtet von den tumultartigen Szenen folgendermaßen:

Die Mutter des Angeklagten versucht, die Absperrung zwischen Zuschauerraum und Pressebänken zu überwinden, wird von Justizbeamten aufgehalten. „Alle Deutschen sind Schweine“, brüllt sie außer sich, später schreit sie wieder und wieder vor laufenden Fernsehkamera ihr Urteil über den Vorsitzenden Richter heraus: „Dieser Mann ist Hitler!“

Zwei Dutzend Justiz- und Polizeibeamte mitsamt Schutzhunden konnten die Lage nur mit Mühe und Not wieder unter Kontrolle zu bringen. Eine angeforderte Hundertschaft musste schließlich aber nicht mehr eingreifen.

Polizei muss Richter und Staatsanwalt schützen

Richter und Staatsanwalt stehen jetzt unter Polizeischutz. Es würden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Männer vor eventuellen Racheakten zu schützen, so ein Polizeisprecher. Außerdem seien mehrere Anzeigen gegen Angehörige des Verurteilten eingegangen. Vom Richter und Staatsanwalt selbst habe es laut einem Sprecher der Hildesheimer Staatsanwaltschaft keine Anzeigen gegen Familienmitglieder gegeben. Man wolle sich von dieser „Klientel“ nicht beleidigen lassen. Die tumultartigen Szenen könnten sogar folgenlos bleiben, weil „ja nichts kaputt gegangen ist“. Lediglich die „dummdreisten und rechtsfeindlichen“ Falschaussagen während des Prozesses würden weiter verfolgt werden.


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6 comments on “Tumulte bei Prozess gegen deutsch-libanesischen Familienclan

  1. In jedem normalen Land wird so ein Gesindel mit Sack und Pack (und den 217 Verwandten) rausgeschmissen…. wie gesagt…. in jedem normalen Land…., aber dies sind wahrscheinlich auch Bereicherer, die uns mit ihrer Kultur und Lebensfreude geradezu überfluten…. Irrenhaushochdrei !

  2. Lieber Müller,
    Sie setzen richtigerweise die Umschleierung in Anführungszeichen,in diesem Sinne meinte ich es auch.
    Vielen Dank für den Link, man kann ja nie genug Erhellendes über diesen “mysteriösen Fall” erfahren.
    Einen schönen Sonntag

  3. Das widert mich so an … das Pack kann so gut wie kein Deutsch, aber die üblichen NS-Vergleiche haben die natürlich immer drauf. Ja: Das ist schon richtig hitlerisch, wenn man Mörder einsperrt …

  4. Ich darf mal dahingehend kommentieren:
    Wie schön, daß seit 67 Jahren dieses Land unter SHAEF-Gesetzen stehend und unter dem Diktat der Umerziehung leidend, in seiner Judikative nur mit aller Härte zuschlägt, wenn es gegen Eingeborene geht, und dann mit umso mehr Gnadenlosig- wie Unnachgiebigkeit.
    Hier wagt sich endlich mal ein Richter diesen verrohten Zuständen mit einer wirklichen Strafe zu begegnen. Da möchte man hoffen, daß der komische Tod von Kristen Heisig nicht so ganz und gar umsonst war. Ein Todesfall, der im Übrigen bis zum heutigen Tag, umschleiert ist.
    Stellt man nun auf Grund dieser „Lehren“, Richter und Staatsanwalt unter Personenschutz?

    • Die “Umschleierung” des Todes von Kirsten Heisig wird etwas gelüftet von
      http://www.kirsten-heisig.info

  5. Dieses “Klientel” hat keinen Respekt vor anderen Menschen, dem Leben und schon gar nicht unserem Rechtsstaat! Sie bedienen sich wo sie können und versuchen mit dem “Argument” Rassismus überall durchzukommem! Normalerweise, wenn der Staatsanwalt und die Richter nicht soviel Angst hätten, hätte die gesamte Familie von der vollen Härte des Gesetzes und von der vollen Gewalt der Polizei-und Justizbeamten getroffen werden müssen! Aber, da es ja Ausländer, pardon- Migranten sind…..

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