KEINE CHANCE FÜR VERTRIEBENENPOLITIK ?

Die unbefriedigende Lage in Deutschland

VertreibungDie Mitgliedsländer der EU haben sich 2008 verpflichtet, „das öffentliche Billigen, Leugnen oder gröbliche
Verharmlosen von Völkermord, (Existenzvernichtung Zerstörung des Sozialverbands, kollektive
Entrechtung und Vertreibung…) Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen“ unter
Strafe zu stellen. (FAZ)

Die Vertreibung von ca 15 Millionen Ost- und Sudetendeutschen mit über 2 Millionen Todesopfern ist
jedoch seit diesem brutalen Geschehen der Jahre 1945/46 noch keinem Strafverfahren unterzogen
worden. Auch von führenden Politikern Deutschlands – Außenminister, Bundespräsidenten etc. – wird
dieses unerledigte Thema vermieden stattdessen betont, dass die Beziehungen zu Polen und
Tschechien noch nie so gut waren wie heute.

Über ein Viertel des Volkes, dessen Zeitzeugen bald abgetreten sein werden und dann nur noch mit dem
Thema vertraute Politik- und Rechtskundige aufweist, konnte unbeschadet hinweggegangen werden!

Doch Unrecht, das nicht beim Namen genannt wird, ist nicht aus der Welt geschafft, wenn auch z.B. das
Prager Parlament einstimmig 2002 die Kollektive Beraubung, Massenmord, und brutale Vertreibung
sanktioniert indem es die auslösenden Präsidentendekrete als „legitim“, notwendig und unabänderlich
erklärt hat.


Wie aber erklärt sich das Verhalten der bundesdeutschen Politik?

Ist es nur die Aussicht auf wirtschaftliche Prosperität oder ist es nach Ausbleiben des Friedensvertrags
Verzicht auf eigenes souveränes Verhalten? Ist es vielleicht gar politische Naivität, die eine
entsprechend entgegenkommende Reaktion der Gegenseite erwartet? (s. die seinerzeitige Vertröstung
einer Lösung gegenüber den Vertriebenen, sobald die Vertreiberstaaten Polen und Tschechien in der EU
Aufnahme gefunden hätten).

Weitgehend entgangen ist dem arbeitsamen, aber politisch uninteressierten Volk , dass wichtige Inhalte
des Kontrollratsgesetzes von 1945 im 4 + 2 – Vertrag von 1992 zu deutschem Recht gemacht wurden
(Kohl – Genscher – Regierung): Dazu gehört die Bestimmung, dass Deutschen angetanes Unrecht von
Deutschen nicht verfolgt werden darf. Dadurch konnte der 1945/46 erfolgte Völkermord schon zur 1951
beschlossenen UN- Völkermordkonvention von deutscher Seite nicht angemeldet werden (Adenauer-
Regierung). Für die Welt bleibt dadurch das Problem ohne Kenntnis!

Dazu kam 1969 die Preisgabe des Deutschen Ostens als Teil des sogenannten Reparationsschädengesetzes
(Brandt – Kiesinger – Regierung). Besonders beklagenswert ist, das diese existentiellen
Fragen von politischer Seite unerwähnt bleiben und mit „politisch korrekt“ funktionierender Presse bis
heute allgemein unerkannt sind.

Die späte Chance für die Vertriebenen ( bzw. nicht mehr vorhandenen Zeitzeugen) wird es danach wohl
erst geben können für die Nachkommen, wenn das Öffnen der Restarchive (England 2027 – Frankreich
2045 – USA unbestimmt) schließlich zusätzlich Licht in das Dunkel der Gegenwart zu werfen verspricht
und uns aus unserer hilflosen Lage befreit. –
E.E Korkisch

Quelle: Dr. Linus Kather, Die Entmachtung der Vertriebenen,
2 Bände, München 1965
Anzeiger der Notverwaltung des Deutschen Ostens, H.3,2011 +
H.2,2012, Groß Wittensee.

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5 Kommentare

  1. KEINE CHANCE FÜR VERTRIEBENENPOLITIK ? | Eisenblatt sagt:

    [...] 718 59 19 * Fax: 01/ 718 59 23 E-Mail: http://www.sudeten.at ZVR-Zahl: 366278162  http://paukenschlag-blog.org/?p=6507 Dieser Beitrag wurde unter Interessantes, Interviews & Berichte veröffentlicht. Setze ein [...]

  2. AeltererKnecht sagt:

    Das was Herr Korkisch in seinem Schlußsatz als schwachen Hoffnungsschimmer seinem Aufsatz hintan stellt, ist letztendlich nur ein Flickerlicht in stockdunkler Nacht.

    Nimmt man allein den Öffnungstermin der Archive in England und Frankreich allein, dann bleibt einem klardenkenden Beobachter nur zu konstatieren – daß eben ab jenem Zeitpunkt – kein Deutscher aus den Betreffenden Gebieten, oder gar Restdeutschland, mehr am Leben sein wird und deren Kinder sowie Kindeskinder sind per „Gehirnwaschung“ sediert und tranquiliert, daß ein Desinteresse an dieser Sache absolut ist!

    Was unsere „Volksvertreter“ angeht, nun ja, die sind, wenn sie denn wissend sind, nicht im Mindesten daran interessiert, daß das deutsche Volk weiterbesteht. Die wissen ja, daß der große Plan es vorherbestimmt sieht, daß „Germany must perish!“
    Die Benes-Dekrete sind – schon seit der menschlich widerwärtigsten Vertreibungsorgie, so wie Totschlagorgie in 45/46 – sakrosankt gestellt worden.

    Es sieht eher so aus, daß der größte aller Pläne, im Endstadium befindlich ist und es niemanden anficht, was hier mit uns Deutschen geschieht.

    Aber wie gesagt: Wir sind ja nur Deutsche! Ein Kriegs- und Mordlüsternes Volk, extrem arbeitsam, aber eben ein völlig verrücktes Kriegsvolk?!

    Hingegen all dieser dumpfen Behauptung sind wir – und da darf man in gern in unsere weit über 2000 jährige germanische Geschichte schauen – unbedingt dem Spruch verhaftet: „Si vis pacem evita bellum.“ Willst du den Frieden, vermeide den Krieg. In diesem Wissen und Sinne, sind uns Germanen alle Kriege angetragen worden und zwar von vielen Seiten immer Gleichzeitig. Was haben wir „denen“ getan, daß „sie” uns so abgrundtief Haßen?!

    Ist es vielleicht der Spruch: „veritas odium i parit!“ Offenheit erzeugt Haß! Oder ist es unsere sattsam gelebte Freundlichkeit allem Fremden und insbesondere allen Fremden gegenüber?!
    Also darf ich mal zusammenfassen: „Una salus victis nullum sperare salutum!“ Ein Heil bleibt dem Besiegten allein, kein Heil mehr zu hoffen!

    In diesem Sinne bleiben mir nur die von Gungnir genannten patriotischen Grüße, denen ich mich anschließe!
    AeltererKnecht

  3. KEINE CHANCE FÜR VERTRIEBENENPOLITIK ? « volksbetrug.net sagt:

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  4. Gungnir sagt:

    Verzicht ist Verrat und die den Verzicht politisch zu verantworten haben, sind folglich Verräter!

    Mit patriotischem Gruß Gungnir

  5. Batt sagt:

    “Wie aber erklärt sich das Verhalten der bundesdeutschen Politik?” Generationsübergreifende Desinformation und Lügen…., je mehr Jahrzehnte ins Land ziehen, desto weniger interessiert´s den Dumm-Michel und Zeitzeugen sind eh bald weg auf natürliche Weise. So ist der Verhalten der ar…kriecherischen deutschen Politik zu erklären. Punkt!