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Aug 23 2012

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Wie Merkel das Parlament bei der Eurorettung übergeht – Bundestag ohne Macht

BundestagBürger in Sorge, Bürger in Wut. Wir treffen Unternehmer, Freiberufler und Angestellte. Sie haben 13.000 Unterschriften gegen den zweiten Euro-Rettungsschirm für eine Bundestagspetition gesammelt. Sie beklagen, daß ständig über ihre Köpfe hinweg entschieden wird.

O-Ton, Bürger:

“Es gibt irgendwelche Leute, die leben über ihre Verhältnisse. Die geben das Geld aus, was sie niemals erarbeiten können, und versuchen dann andere in die Haftung zu nehmen.”

O-Ton, Bürger:

“Aus Nehmer-Ländern werden Forder-Länder.”

O-Ton, Bürger:

“Da werden alle möglichen Interessen vertreten, aber nicht die Interessen von der Frau an der Wursttheke, von dem Menschen, der im Lager arbeitet, von der Kellnerin, von der Krankenschwester in Hamburg, keine Ahnung! Die werden alle nicht vertreten, sondern deren Geld wird in der Gegend rumgekippt.”

Sind ihre Sorgen und Ängste bei den ganzen Rettungsmaßnahmen berechtigt?

Wir recherchieren: Welchen Einfluß hat der Bundestag wirklich auf die Euro-Rettungsschirme. Wie ernst wird er genommen als wichtigster Repräsentant des Wählers?

 

***Anmerkung “Demokratie”***

“Demokratie” – was ist das?

Nach der gängigen Definition ist dem Wort – “Demokratie” – allgemein wie folgt aus dem Griechischen zugeordnet:

gr. Δημοκρατία, von δμος [dēmos], „Volk”, und κρατία [kratía], „Herrschaft”

Nun schauen wir uns mal kurz das Wort “Parlament”, welches aus dem Französischen entlehnt und allgemein wie folgt definiert ist, an:

Das Parlament – von altfranz.: parlement „Unterredung”; franz.: parler „reden” – ist die Volksvertretung, die aus einer oder zwei Kammern bestehen kann.

Das Resultat ist das Perpetuum mobile (PM, v. lat. „sich ständig Bewegendes”), eine Konstruktion, die — einmal in Gang gesetzt — ewig in Bewegung bleibt und dabei Arbeit verrichten oder Nutzen bringen soll, ohne daß von außen Energie zugeführt wird … im übertragenen Sinne – die endlose Perversion (Verdrehung, Umkehrung) der Demokratie, also:

“Parlamentarische Demokratie”

Was passiert denn nun in einer “Parlamentarischen Demokratie”? Betrachten wir uns dazu auch, wie das Wort “Demokratie” ebenfalls allgemein definiert wird:

Demokratie bezeichnet das Ideal einer durch die Zustimmung der Mehrheit der Bürger und die Beteiligung der Bürger legitimierten Regierungsform – die „Volksherrschaft”.

[dēmos], das Volk gibt regelmäßig im wahrsten Sinne des Wortes seine Stimme ([kratía], „Herrschaft”) ab. Das wiederum wird von den Herrschern – der “Volksvertreter” und natürlich von den “Volksvertretern” und auch deren Komplizen (z.B. Massen-Medien) – “Demokratie” genannt.

Und nicht nur das, denn wenn mal wieder die Wahlen der Qualen anstehen, passiert rechnerisch folgendes:

100 % Wahl-der-Qual-Berechtige, davon üben etwa 60 % (ein seit Jahrzehnten guter Durchschnitt) ihr Recht auf die Wahlen der Qualen aus.

Aus diesen 60 Prozent der Wahl-der-Qual-Beteiligten wird nun erst einmal die beliebte Kuchengrafik – “100 Prozent der Wahl-der-Qual-Beteiligten” generiert, z.B. mit folgenden Angaben:

Partei A= von “30″ % der Wahl-der-Qual-Beteiligten gewählt,

Partei B= von “22″ % der Wahl-der-Qual-Beteiligten gewählt,

Partei C= von “21″ % der Wahl-der-Qual-Beteiligten gewählt,

Partei D= von “15″ % der Wahl-der-Qual-Beteiligten gewählt,

Partei E= von “8″ % der Wahl-der-Qual-Beteiligten gewählt,

Sonstige= von “3″ % der Wahl-der-Qual-Beteiligten gewählt,

Ungültige Stimmen: von “1″ % der Wahl-der-Qual-Beteiligten abgegeben.

Zuvor gibt es oft medialen Terror, z.B. daß die Partei A nur mit der Partei C ein “demokratisches Bündnis” eingehen will – das Resultat ist dann eine Koalition (lat. coalitio ‚Vereinigung, Zusammenschluß, Zusammenkunft).

In so einer Koalition (wie auch in Parteien allgemein) herrscht dann wiederum die sogenannte “Koalitions- bzw. Parteiraison” ~ s. auch ‘Fraktionszwang’ – das bedeutet, daß beispielsweise Abstimmungen über irgend etwas den Abstimmenden von der jeweiligen Führung verordnet sind (z.B. durch sogenannte “Parteitagsbeschlüsse” herbei geführt). Die “Würdenträger” der Parteien sind wiederum regelmäßig nach dem faschistoiden Mussolini-Muster (“Faschismus ist die Verschmelzung von Staat [Komplizen: Legislative, Exekutive, Judikative] und Großkapital [Täter: Banken, Kartelle, Mainstream-Medien].”) in allerlei Interessengruppen integriert oder werden von ihnen beherrscht.

Partei A und Partei C vereinen nun also 51 Prozent von 60 Prozent der Stimmen der Wahl-der-Qual-Berechtigten und bilden so eine veritable Minderheit.

Was all das mit Demokratie zu tun haben soll – erschließt sich dem denkenden Menschen beim besten Willen – nicht.

… [dēmos], dem Volk wird also eine Minorikratur (hergeleitet von: minore, aus dem Italienischen= kleiner, kleinste, geringer, geringste) – also eine Minderheits-Diktatur aufgezwungen und dieser diktatorische Vorgang dreist Demokratie (Volks[mehrheits]herrschaft) genannt!

Das erklärt auch, warum mehrheitlich – demokratisch – und dauerhaft so viele Menschen mit der fälschlich als “Demokratie” bezeichneten – Minorikratur oder auch dem als “Demokratie” getarnten  F A S C H I S M U S – nicht konform gehen (können/werden).

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One comment on “Wie Merkel das Parlament bei der Eurorettung übergeht – Bundestag ohne Macht

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